flagge

 

  • bild1.jpg
  • bild2.jpg

Abbildung 1:

Eine Schicht der nativen koronar angefertigten T1-Sequenz nach intravenöser Kontrastmittelgabe mit Nachweis einer kortikospongiös verlaufenden Linienbildung angrenzend an den Symphysenspalt.

Abbildung 2:

Ausgeprägtes, persistierendes Knochenmarködem Os pubis rechts

Oedem

Abbildung 3:

Extrem ausgeprägte
Knochenmarködeme in beiden Schambeinästen

Differentialdiagnostik

Unerl√§sslich ist die Differenzialdiagnostik, das hei√üt: √úberpr√ľfen des R√ľckens, des Beckens, der Beinl√§ngen und der Leisten wegen m√∂glicher direkter und indirekter Leistenbr√ľche ‚Äď besonders bei jugendlichen Leistungsfu√üballer und Fu√üballerinnen, um die Ursachen vom Schambeinproblem abzugrenzen und die entdeckten Knochenmark√∂deme im MRT nicht fehleinzusch√§tzen. Selten haben wir dabei auch Nervenengpasssyndrome, urogenitale Ursachen, Osteomyelitis und Knochentumore differentialdiagnostisch beobachtet.

Beim Leistenschmerz und bei unklaren Oberschenkelzerrungen oder verd√§chtigem Faserriss wie bei Mario G√∂tze im Dezember 2011, muss bei au√üergew√∂hnlicher sportlicher Belastung (61 Saisonspiele bei G√∂tze) schon fr√ľhzeitig an eine Schambeinbeteiligung gedacht werden. Im Januar 2012 wurde bei ihm die Diagnose gestellt. Nach neuneinhalb Wochen nahm G√∂tze das Training wieder auf, erst nach 20 Wochen erfolgte der erste
Bundesligaeinsatz nach der Verletzung.

Eigentlich ist es bei Götze noch gut gegangen, die Ausfallzeit liegt im Rahmen. Er war während der Fußballeuropameisterschaft 2012 jedoch
nicht so fit, dass der Bundestrainer ihn von Anfang an aufstellte. Bei dem Spieler Bellarabi hat man sich zur Operation entschlossen, um die Ausfallzeit zu verk√ľrzen, was leider nicht eingetreten ist.

Bei sehr vielen anderen Fu√üballern stellt sich der Heilungsverlauf der Schambeinerm√ľdungsfraktur als ein sehr langwieriger und frustrierender Prozess dar, mit h√§ufig bis zu anderthalb Jahren Ausfallzeit. Bis zu 7% der Leistungssportler sind davon betroffen, darunter deutlich mehr M√§nner als Frauen. Das Durchschnittsalter der Verletzten liegt bei knapp 30 Jahren (nicht wie bei G√∂tze mit 19 Jahren, oder Bellarabi mit 22 Jahren).

Fußballer sind generell häufiger betroffen als andere Sportler.

Anschrift & Kontakt

Dr.med. E. Merkle
Facharzt f√ľr Orthop√§die

Praxisklinik
f√ľr Orthop√§die
&
Sporttraumatologie


Theresienhöhe 1
50354 H√ľrth/Rheinland

Manuskript Download >>

RP-Online fragt Dr. Merkle

Heft 24 (Ebook)

Interview

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen